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Politisch-technische Seminarfahrt nach Berlin ein voller Erfolg

Politisch-technische Seminarfahrt nach Berlin ein voller Erfolg

Auch in diesem Jahr fuhren die Schülerinnen und Schüler von ITG 11 und TG 11 im Rahmen der politisch-technischen Seminarfahrt nach Berlin. Gemeinsam mit einem Lehrer-Team um Organisator Thomas Beiersdorf erkundeten die Schüler die Stadt und bekamen interessante und abwechslungsreiche Eindrücke.

Bei der Besichtigung des Bundestages war ein Blick hinter die Kulissen des Machtzentrums unserer Demokratie möglich. Weitere Programmpunkte waren Besuche der Stasi-Unterlagenbehörde, der Gedenkstätte "Berliner Mauer", des Stasi-Gefängnisses Hohenschönhausen und der Ausstellung "Topographie des Terrors". Sowohl in anschaulichen Vorträgen von Referenten als auch bei kooperativen Gruppenarbeiten wurde deutlich, dass Demokratie nichts Selbstverständliches ist. Die Rechte und Freiheiten, die wir heute genießen, mussten hart erkämpft werden.

Ein besonderes Highlight war der Besuch des Deutschen Technikmuseums. Die technischen Errungenschaften der letzten Jahrhunderte zu Land, zu Wasser und zu Luft wurden hier lebendig. Im Science Center Spectrum warteten zusätzlich noch spannende Experimente auf die neugierigen Schülerinnen und Schüler.

Eine beeindruckende Film- und Lichtprojektion am Deutschen Bundestag bildete am letzten gemeinsamen Abend einen würdigen Abschluss der gelungenen Seminarfahrt.

Marco Teufel erzielte die Traumnote 1,0

„Nun heißt es Freiheit, mutig sein, Verantwortung zu übernehmen, aber auch Fehler zu machen.“

Marco Teufel erzielte die Traumnote 1,0.

Am Technischen Gymnasium der Gewerblichen Schule Bad Mergentheim erhielten 61 Schülerinnen und Schüler ihr Abiturzeugnis und erreichten mit 2,6 im Fachbereich „Informationstechnik“ bzw. 2,3 in „Mechatronik“ ein gutes Gesamtergebnis.

Die feierliche Zeugnisverleihung fand bereits zum zweiten Mal in der Amundhalle in Assamstadt statt und wurde von den Abiturienten Christoph Hirsch und René Acker moderiert, die durch den kurzweiligen Abend führten.


Geschichtslehrer Josef Gabel sprach für die Lehrerschaft und baute seine Rede im Stile einer Geschichtsstunde auf. Er erinnerte daran, dass in diesem Jahr 100 Jahre Weimarer Verfassung, 70 Jahre Grundgesetz und 30 Jahre Mauerfall gefeiert werden. Diese Wegmarken der deutschen Geschichten hätten allesamt mit dem Bestreben nach Freiheit zu tun. Eben diese große Freiheit liege nun vor den jungen Menschen. Gabel ging auf die Kindheit der Abiturientinnen und Abiturienten ein. Damals hätten die Eltern erstmals Grenzen aufzeigt und so den Keim der Freiheitssuche in ihnen geweckt. Aber nur indem Eltern und später die Schule gesellschaftliche Konventionen und Regeln auferlegten, sei die individuelle Entfaltung eines jeden möglich gewesen. Immer wieder seien diese Regeln in Frage gestellt worden. Dennoch habe man sein Bestes geben. „Was erwarte ich nun von einem Menschen, der sich seiner Freiheit bewusst ist?, “ fragte Josef Gabel. Er solle seinen Verstand nutzen, aber dennoch authentisch bleiben und seinen eigenen Weg gehen. Er zitierte den ehemaligen Bundespräsident Richard von Weizsäcker, der in seiner Rede zum 40. Jahrestag des Kriegsendes sagte: „Die Bitte an die jungen Menschen lautet: Lassen Sie sich nicht hineintreiben in Feindschaft und Hass gegen andere Menschen, gegen Russen oder Amerikaner, gegen Juden oder Türken, gegen Alternative oder Konservative, gegen Schwarz oder Weiß. Lernen Sie, miteinander zu leben, nicht gegeneinander.“ Er ergänzte Weizsäckers Worte um die Aufforderungen mutig zu sein, sich einzumischen, Fehler zu machen, damit man aus ihnen lernen könne und offen für Neues zu sein.
Die SMV dankte im Anschluss Moira Dehner,Simon Eube, Batuhan Hizyeter und Andreas Rafikow für ihr Engagement.
Nach einem kurzweiligen Spiel und frisch gestärkt am Buffet richtete Schulleiter Peter Wöhrle einige Worte an die Anwesenden und erklärte, über 99% der insgesamt erst 120.000 Jahre alten Menschheitsgeschichte sei der Mensch ohne Schule ausgekommen, woran zu erkennen sei, dass es sich bei schulischer Bildung um keine natürliche Angelegenheit, sondern um eine kulturelle Errungenschaft. Diese bringe Einschränkungen mit sich, wie morgens aufzustehen, wenn der Wecker klingelt. Wöhrle stellte die Frage in den Raum, wozu man diesen ganzen Aufwand betreibe, wenn man in Zeiten der Digitalisierung doch ganz leicht an Wissen gelange. Man müsse ein relevantes Basiswissen über sich selbst und die Welt besitzen, so der Schulleiter weiter. Wichtig sei es Wissen zu verknüpfen, einzuordnen und ein stabiles Rüstzeug für die Zeit nach der Schule zu erhalten. Dies hätten die Lehrerinnen und Lehrer versucht den Anwesenden zu vermitteln und dabei nicht alleine das Ziel „Abitur“ vor Augen gehabt.
Auch Peter Wöhrle sprach die Freiheit an, die nun auf die Abiturientinnen und Abiturienten warte. Er ergänzte aber, dass es im Leben keine Garantien gäbe. „Das Verrückte an der Freiheit ist allerdings: Man weiß nie, woran man mit ihr ist. Sie spricht keine Garantien aus, vergibt keine festen Sitzplätze, vermeidet das Deutliche. Das lineare Leben früherer Zeiten ist abgelöst durch ein Feuerwerk an Komplexität.“ Um sich in diesem neuen Leben zu Recht zu finden, sei ein solides Wissensfundament ein guter Ratgeber.
Peter Wöhrle ermutigte die Abiturientinnen und Abiturienten nach einer Phase des Feierns und Orientierens die Ärmel hoch zu krempeln, neue Ideen zu entwickeln, sich zu engagieren und aktiv Stellung in allen Zukunftsfragen zu nehmen.

Im Anschluss folgte der Höhepunkt des Abends: die Übergabe der Zeugnisse, sowie der Preise und Belobigungen. Aus der Hand von Schulleiter Peter Wöhrle sowie Oberstufenkoordinator Thomas Beiersdorf erhielten die 61 jungen Leute ihre Reifezeugnisse. Eine Schülerin und fünf Schüler erhielten für sehr gute Leistungen bis zu einem Schnitt von 1,7 einen Preis und fünf weitere für einen Schnitt zwischen 1,8-2,0 eine Belobigung.
Fast schon zur Tradition wurde der Sonderpreis der Firma ebm-papst aus Mulfingen. In diesem Jahr erhielten Marco Teufel, Luzian Uihlein und Jonas Haas für ihren hervorragenden Gesamtschnitt, sowie Moira Dehner für ihr außergewöhnliches soziales Engagement in der Schule diesen Preis. Die Vier dürfen einen Blick hinter die Kulissen der Firma ebm-papst werfen und anschließend in Niederstetten mit dem Helikopter zu einem Rundflug über ihre Heimatgemeinden abheben. Danach haben sie die Möglichkeit sich bei einem exklusiven Abendessen mit der Geschäftsleitung auszutauschen.
Für besondere Leistungen im Fächerverbund Mathematik/Physik/Technik wurde Robin Schmid mit dem Ferry-Porsche-Preis ausgezeichnet. Im Fach Mathematik wurden Luzian Uihlein und Lorena Söhner geehrt. Den Scheffelpreis für die besten Leistungen im Fach Deutsch erhielt Andreas Langolf. Daneben wurden auch Marco Teufel und Matthias Laumeyer im Fach Deutsch ausgezeichnet. In Englisch gab es ebenfalls Preise für Marco Teufel und Matthias Laumeyer, sowie für Martin Bauer. Der beste Informationstechniker war Luzian Uihlein. Die besten Mechatroniker in diesem Jahr waren Robin Schmid, Marco Teufel, Jonas Haas und Jan-Mathis Haas. Für Physik wurden Robin Schmid und Luzian Uihlein geehrt. Im Fach Chemie wurden Simon Eube und Lorena Söhner ausgezeichnet. Der Preis für Geschichte mit Gemeinschaftskunde ging an Martin Bauer und Marco Teufel, der auch den Sonderpreis für evangelische Religion bekam. Im Fach Ethik wurden Luzian Uihlein und Bathuan Hizyeter gewürdigt. Die besten Sportler waren Jonas Haas und Moira Dehner. Im Fach „Sondergebiete der Technik“ gab es eine Auszeichnung für Nele Derr. Lorena Söhner, Marco Teufel und Steffen Sauer erhielten einen Preis für ihre Spanischleistungen. In Wirtschafslehre gab es zwei Auszeichnungen: Marco Teufel und Jan-Mathias Haas. Erstmals gab es auch einen Geschenkgutschein für die vier Prüfungsbesten, den der Rotary Club stiftete. Diese gingen an Marco Teufel, Robin Schmid, Jonas Haas und Luzian Uihlein
Am Ende folgte die Rede des diesjährigen Scheffelpreisträgers Andreas Langolf. Er beschäftigte sich in seiner Rede mit der Sprache. Sie sei ein Instrument, das es den Menschen ermögliche miteinander zu kommunizieren und Gedanken in Worte zu fassen. Lesen und Schreiben seien die Grundlagen menschlicher Bildung. So könne man der Nachwelt in schriftlicher Form seine Gedanken hinterlassen. Andreas Langolf bezog sich dabei auch auf die diesjährige Abiturlektüre „Faust. Der Tragödie erster Teil.“ Er zitierte aus Fausts Eingangsmonolog: „Da steh ich nun, ich armer Tor. Und bin so klug als wie zuvor!“ Er widersprach Fausts Meinung und sagte, man hätte sich in den vergangenen drei Jahren sehr wohl entwickelt und sei klüger geworden. Kritisch betrachtet er die veränderten Kommunikationsgewohnheiten der Gegenwart. Häufig spiele man lieber am Handy als ein nettes Gespräch mit seinem Gegenüber zu führen. Für die Abiturientinnen und Abiturienten beginne nun ein neuer Lebensabschnitt, in der die Sprache aber ein steter Begleiter bleibe. Bei jeder Kontaktaufnahme solle man sich über die Art und Weise, wie man jemanden anspreche, bewusst sein. Er schloss seine Rede mit den Worten Matthias Claudius´: „Sage nicht alles, was du weißt, aber wisse immer, was du sagst.“
Abschließend folgten die Schlussworte der Moderatoren und so ging ein schöner Abend und zugleich drei Jahre am Technischen Gymnasium Bad Mergentheim zu Ende.

Haupt- und Werkrealschule trifft Berufsschule Kooperative Berufsorientierung (KooBO)

Haupt- und Werkrealschule trifft Berufsschule Kooperative Berufsorientierung (KooBO)

Im letzten Schuljahr noch als Pilotprojekt gestartet, zählten die KooBo-Praxistage in diesem Schuljahr schon zum festen Bestandteil der Berufsorientierung in Klasse 8. An vier Tagen erhielten die Schülerinnen und Schüler der Werkrealschulen Schrozberg und Creglingen einen Einblick in die Fachräume der Gewerblichen Schule in Bad Mergentheim und damit verbunden auch an die Anforderungen in der Berufspraxis.

In den Bereichen Kfz, Sanitär, Metall, Elektrotechnik, Ernährung und Körperpflege (Friseur) wurden ihnen Ausbildungsinhalte, arbeitstypische Tätigkeiten und Arbeitsabläufe näher gebracht. Das praktische Arbeiten stand hierbei an allen vier Tagen im Vordergrund. Am fünften Tag der Woche reflektierten und präsentierten die Schülerinnen und Schüler dann an ihrer eigentlichen Schule ihre gemachten Erfahrungen in Form von Powerpoint-Präsentationen und Plakaten.
Die Praxistage sollen den Schülerinnen und Schülern einen möglichst reibungslosen Übergang in die duale Ausbildung ermöglichen, gleichzeitig erweitern und stärken sie aber auch das berufliche Profil der Haupt- und Werkrealschulen. Dabei ist es wichtig, dass Schülerinnen und Schüler möglichst früh und realitätsnah die berufliche Welt außerhalb der Schule kennenlernen. Alle KooBO-Projekte haben die berufliche Orientierung und die Förderung der individuellen Kompetenzen zum Ziel und setzen dabei auf eine enge Zusammenarbeit aller Beteiligten.
Gefördert wird das Projekt durch den ESF (Europäischer Sozialfonds) sowie der Bundesagentur für Arbeit.

Gleich dreimal wurde die Traumnote 1,1 erreicht

Gleich dreimal wurde die Traumnote 1,1 erreicht
Mohamad Mdalaleh wurde für seine Fortschritte in der deutschen Sprache mit dem Scheffelförderpreis geehrt

In einer kleinen Feierstunde wurden an der Gewerblichen Schule Bad Mergentheim 76 Prüflinge ins Berufsleben entlassen und erzielten mit einem Gesamtdurchschnitt von 2,4 ein gutes Ergebnis. Fast die Hälfte der Schülerinnen und Schüler erhielten für ihre Leistungen eine Auszeichnung. Insgesamt wurden 10 Belobigungen und 19 Preise für gute und hervorragende Leistungen übergeben. Prüfungsbeste wurde die beiden Friseurinnen Angelina Damer und Jessica Moll, sowie der Elektroniker für Geräte und Systeme Tobias Ehler.

Schulleiter Peter Wöhrle freute sich für die jungen Menschen, die nach drei Jahren Ausbildung in die Arbeitswelt entlassen wurden, aber stellte auch die Frage in den Raum, ob nun das Lernen aufhöre. „Sommer ist die Zeit, in der es zu heiß ist, um das zu tun, wozu es im Winter zu kalt war.“ Mit diesen Worten von Mark Twain ermunterte Wöhrle alle an ihrem beruflichen und privaten Werdegang zu arbeiten, obwohl man immer wieder gute Gründe fände Dinge nicht zu tun oder aufzuschieben.
Die dreijährige Ausbildung prägte jeden Einzelnen, so Wöhrle weter. Man habe hart gearbeitet, um immer weiter voranzukommen. Mal sei diese Zeit mehr oder weniger schön gewesen. Aber mit Ausdauer und Kraft habe man schließlich sein Ziel erreicht. Ausbilder und Lehrer fungierten in dieser Zeit sowohl als Unterstützter als auch als Antreiber. In diesem Zusammenhang dankte der Schulleiter all jenen, die die Schülerinnen und Schüler in den vergangenen Jahren immer wieder angetrieben und gefordert hatten. Hin und wieder hätten die Anwesenden sich wohl gefühlt wie Galeerensklaven. Nach drei Jahren harter Arbeit sei es nun an der Zeit die Paddel selbst in die Hand zu nehmen, neue Wege zu beschreiten, sich seinen Platz im Leben zu erobern und Verantwortung zu übernehmen. „Das Leben gewinnt so an Tiefe“, betonte Peter Wöhrle und wünschte sich, dass man nicht nur das Finanzielle sehe, sondern die persönliche und private Zufriedenheit im Mittelpunkt stände.
Zum zweiten Mal wurde auch der Scheffel-Förderpreis verliehen. Anders als sein bekannter Bruder, der jedes Jahr für die besten Abiturergebnisse im Fach Deutsch vergeben wird, richtet sich der Scheffel-Förderpreis an Schüler, die ihre Sprachkenntnisse enorm verbessern konnten. Der gebürtige Syrer, Mohamad Mdalaleh, eignete sich im Rekordtempo und stundenlanger Arbeit deutsche Vokabeln sowie Grammatik an. Er gab freiwillig Aufgaben ab und arbeitete akribisch daran sich immer weiter zu verbessern. Sein Fleiß und seine Ausdauer beeindruckten sowohl seine Lehrer an der Gewerblichen Schule als auch im Umschulungs- und Fortbildungszentrum Niederstetten, wo er seine Ausbildung zum Elektroniker für Betriebstechnik absolvierte. Mohamad Mdalaleh ging immer offen und freundlich auf andere zu, erzählte aus seiner Heimat und interessierte sich neben Gleich- und Wechselstrom auch für deutsche Geschichte und Politik. So stellte der Kriegsflüchtling auch nach dem Unterricht Fragen zur deutschen Nachkriegsgeschichte. Er wollte genau wissen, wie es einem zerbombten Land gelang wieder zu einer der führenden Industrienationen zu werden. Peter Wöhrle beglückwünschte ihn zu diesem besonderen Erfolg.
Am Ende wünschte Peter Wöhrle allen Absolventen alles Gute für ihre Zukunft.