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Teilnahme an der Fachmesse Südback

Auch in diesem Herbst fand auf dem Messegelände Stuttgart die „südback“, die Fachmesse für das Bäcker- und Konditorenhandwerk, statt. In sechs Hallen präsentierten zahlreiche Aussteller über vier Tage die neuesten Trends, Technologien, Maschinen, Produktideen und vieles mehr. Das Fachpublikum, aber auch interessierte Privatpersonen, konnten ihr Fachwissen erweitern und Neues hinzulernen. Zudem durfte man an jeder Ecke die leckersten Kreationen probieren.

Wer am Montag und Dienstag die Messe besuchte, konnte sich vom Talent und der Kreativität des Nachwuchses bei einem Azubiwettbewerb überzeugen. Bäckerinnen und Bäcker sowie Fachverkäufer/innen im Lebensmittelhandwerk – Bäckerei - zeigten in einzelnen Wettbewerben, welche belegten und gebackenen Leckereien möglich sind. Auch die Azubis des Main-Tauber-Kreises, die die Gewerbliche Schule Bad Mergentheim besuchen, nahmen hieran teil. Das Team der Verkäuferinnen aus dem dritten Lehrjahr bestand aus drei Teilnehmerinnen, die vor den Augen der Zuschauer insgesamt drei verschiedene Sorten belegter Brote kreierten. Diese waren unter anderem mit Schinken, Cheddar, Schrimps, selbstgemachtem Eierhäckerl und Avocadocreme belegt. Am Ende freuten sie sich über einen dritten Platz. Auch die Bäckerinnen und Bäcker mit insgesamt vier Teammitgliedern sicherten sich beim Schaubacken mit ihren leckeren Hefezöpfen mit verschiedenen Flechtarten und Füllungen den dritten Platz. Insgesamt konnten 100,00 € für die Klassenkasse so wie ein stärkerer Teamgeist erzielt werden. Alles in allem ist diese Messe für Fachmann und Laie ein sehenswertes, informatives Erlebnis.

Verfasser: Stefanie Freymüller und Mike Ackermann

Bäcker-Nachwuchs der Gewerblichen Schule fährt zur Preisverleihung

Wettbewerb: Bäcker-Nachwuchs der Gewerblichen Schule fährt zur Preisverleihung beim „Homann – Snack des Jahres“ nach Neuwied
Pfiffige Ideen für den kleinen Hunger

Nachwuchskräfte im Bäckerhandwerk haben an einem bundesweiten Wettbewerb teilgenommen. Mit ihren Ideen landen die Azubis im zweiten Lehrjahr auf dem Siegertreppchen.

In der Backstube der Gewerblichen Schule in Bad Mergentheim wird kräftig gewerkelt. Letzte Handgriffe werden eingeübt, damit beim Finale in Neuwied alles klappt. Die drei Bäcker-Lehrlinge und die beiden Bäckereifachverkäufer, die in der Nahrungsmittelklasse von Gerhard Leiser im zweiten Lehrjahr unterrichtet werden, wollen bei der Preisverleihung glänzen. Sie haben am Wettbewerb „Snackstar – Theke des Jahres“ der Firma Homann Feinkost teilgenommen und sind mit ihren fünf geschmackvollen Kreationen unter dem Motto „MedMex-Snacks“ unter den besten zwei Teams gelandet. Bei der Preisverleihung am 6. November werden sie erfahren, ob sie sogar die Goldmedaille geholt haben.

Aus fünf Schülern besteht der Teilbereich Bäcker und Fachverkäufer mit Schwerpunkt Bäckerei in der Nahrungsmittelklasse der Gewerblichen Schule. Justin Reit lernt das Handwerk in der Bäckerei Berberich in Gissigheim, Andreas Schwenk bei der Bäckerei Kraft in Nassig. Niclas Straka ist Azubi bei der Bäckerei Bamberger in Igersheim. Zwei Schüler absolvieren ihre Ausbildung als Bäckerei-Fachverkäufer: Diana Schmitt bei der Bäckerei Göpfert in Wertheim und Cyprian Trentin-Meyer bei Kiliansbäck. „Es ist schade, dass es so wenige Auszubildende in diesem Handwerk gibt“, bedauern die Lehrkräfte. Deshalb sei die Teilnahme an einem solchen Contest eine Motivation und gute Chance, für den Beruf zu werben.
„Wir wollten bei dem Nachwuchswettbewerb zeigen, was wir schon können“, sagen Justin Reit und Niclas Straka. Und das Motto „Snack around the clock“ bietet ihnen dazu vielfältige Möglichkeiten für Snacks „auf die Hand“ – von warm bis kalt und zu jeder Tageszeit passend. Die beiden 18-Jährigen kümmern sich um den Hefeteig für ihre Kreationen: Pizza Salsa Margherita, Pizza Mexitalien, Chicken-Cheese-Wrap, Tex-Mex-Pastasalat mit Focaccia und Balkan-Chilli-Burger müssen gezaubert werden. Jeder Handgriff muss sitzen. Neben dem handwerklichen Aspekt wird auch die Präsentation perfektioniert.„Die Vorgabe war, eine Theke mit einem Meter Breite zu bestücken“, sagt Leiser. Dazu durften die beiden zusammen mit Andreas Schwenk (19) sowie Diana Schmitt (18) und Cyprian Trentin-Meyer (22) ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Einzige Bedingung: Es musste ein Homann-Produkt Verwendung finden. Neben der Ideensuche galt es auch, die Präsentation, die Verpackung und auch die Kalkulation zu erarbeiten.
Und auch bei der Verpackung der Snacks war man kreativ. Für die Burger wurden die Wettbewerbsflyer von Homann zur Schale gefaltet und die Pizzen in „Backpapier-Hütchen“ verpackt. Teilnehmen durften übrigens nur Auszubildende sowie Nachwuchskräfte, die maximal drei Jahre Berufserfahrung haben.
Alles selbst hergestellt
Mit ihren Produkten für den schnellen Hunger haben die Fünf aus dem Main-Tauber-Kreis die Jury überzeugt. Vielleicht auch, weil sie alles selbst herstellen. Sogar die Brötchen für die Burger stammen aus eigener Produktion. Professionelle Hilfe haben sie sich für die Fotos zur Einreichung bei Homann geholt. Fotograf Gerd Bayer aus Rüsselhausen hat die kreative Truppe mit den passenden Bildern unterstützt. Und ihm schreiben sie einen Teil des Erfolgs zu.
„Wir sind überglücklich, dass wir unter den besten Teams sind“, strahlt der Fachlehrer. Zusammen mit seinen Schützlingen will er den Sieg der Fleischer-Azubis wiederholen. Die haben in ihrer Kategorie die „Goldmedaille“ geholt (wir berichteten). Für den Bäckernachwuchs ist das ein enormer Ansporn, gleichzuziehen. Zumal in ihrer Auswahl „nur“ zwei Teams zum Finale eingeladen wurden.
„Mit einem solchen Erfolg hätten wir nie gerechnet“, freuen sich die drei Nachwuchsbäcker. Und sie finden, dass sie durch den Wettbewerb nicht nur viel lernen, sondern auch Teamgeist und Kreativität gefördert werden. „Spaß gemacht hat nicht nur die Ideensuche, was wir anbieten wollen, sondern auch die Umsetzung, wie wir das am besten hinkriegen“, so Schwenk. Es wurde viel probiert, überlegt und wieder verworfen. „Und dann mussten wir testen, wie es am schönsten aussieht.“
Unterstützung erhält die engagierte Truppe von allen ihren Lehrkräften: Nina Klingert, Susanne Thienel, Kerstin Lanig und Gerhard Leiser. Der hat neben dem tollen Abschneiden noch einen anderen Beweggrund: „Eine bessere Werbung für unseren Beruf gibt es kaum“, findet der Fachmann. Dass er dafür den Unterricht zum Ende des ersten Lehrjahres und nun zum Beginn den zweiten entsprechend anpassen muss, macht ihm nichts aus. „Die Schüler lernen jetzt Dinge, die erst später drangekommen wären. Aber jetzt sind sie mit großer Begeisterung dabei.“
Im Rahmen der Preisverleihung am 6. November müssen die fünf Snacks vor den Augen der Jury in die Theke gebracht werden. Mit pfiffigen Ideen wollen die Nachwuchskräfte auch nächste Woche überzeugen.

Text: Diana Seufert / Fränkische Nachrichten

SPS-Raum der neuesten Generation an der Gewerblichen Schule angeschafft

SPS-Raum der neuesten Generation an der Gewerblichen Schule angeschafft

Die Neuanschaffungen von Geräten aus der Steuerungstechnik zusammen mit der Neuinstallation der Pneumatikversorgung eröffnen den Schülerinnen und Schülern der Gewerblichen Schule Bad Mergentheim neue Horizonte in ihrer Aus- und Weiterbildung.

Diese Anpassungen an die Bedingungen der außerschulischen Betriebswelt gehen einher mit der Rüstung für zukünftige Aufgaben im Zusammenhang mit dem im Werden befindlichen Projekt von „Industrie 4.0“. Eine Steigerung der Unterrichts-qualität sowie die Passung auf aktuelle Industrieansprüche werden die Folge sein.

Diesem Grundgedanken folgte nun das neue SPS-Labor. Damit die SchülerInnen der Gewerblichen Schule Bad Mergentheim weiterhin eine fundierte Ausbildung und Lehre erfahren, investierte die Schule ca. 60 000 Euro.

Die neue Lernumgebung sei ausnehmend geeignet für Technikerarbeiten nach aktuellsten Themenstellungen, verbesserte Vernetzungsmöglichkeiten in der Kommunikation mit dem PC sowie aktuelle Technologien: OPC UA Server, Industrial Ethernet und Ventilinseln seien nur ein Auszug an neuen Möglichkeiten, so der Teamleiter des SPS-Labors Andreas Amann, der sich begeistert zeigte. Zudem finde das Labor in den Berufsschulunterricht der Mechatroniker sowie den Elektronikern für Betriebstechnik Einzug. Darüber hinaus ist auch im Beruflichen Gymnasium für Mechatronik die speicherprogrammierbare Steuerung (SPS) verankert. Angehende Abiturientinnen und Abiturienten können nun konkret im Labor ihre SPS-Kenntnisse vertiefen und werden so für das Abitur optimal vorbereitet.

Der nächste Schritt in Richtung digitaler Zukunft wurde mit Weitsicht und Tatkraft begangen.

Die volle Zeit für die Vollzeit-Schüler

Die volle Zeit für die Vollzeit-Schüler

Zu Beginn des Schuljahres 2019/20 hieß die GSMGH ihre neuen SchülerInnen in den Vollzeitklassen, den Beruflichen Gymnasien mit den Profilfächern Technik und Informationstechnik sowie der zur Fachschulreife führenden Zweijährigen Berufsfachschule, vollumfänglich willkommen. Teams aus den dort unterrichtenden Lehrkräften kümmerten sich eine Woche lang um die großen Fragen eines jeden Neuanfangenden: Wer weiß was? Wo muss ich hin? Wozu bin ich hier?


Wer in der GSMGH zunächst von Relevanz für die neuen SchülerInnen sein sollte, lernten sie von ihren Lehrkräften sowie den Beratungs- und Präventionslehrerinnen. Besondere Fürsorge in diesen Dingen widerfuhr ihnen von der SMV sowie von bewährten SchülerInnen des Technischen Gymnasiums der 13. Klasse, die auch das Wo in einer ausgiebigen Schulhaus-Rallye begleiteten: Werkstatt, Fachraumzentrum, generalsaniertes Hauptgebäude, neues SPS-Labor, neue IPad-Klassen sowie das im Werden befindliche Projekt der „Industrie 4.0“. Durch teambildende Spiele waren sich die neuen Unbekannten täglich weniger fremd. Ein besonderes Highlight stellte der Raketenbau im Fach Physik dar, in dem die Eingangsklasse sprichwörtlich Vollgas geben konnte. Auch zu außerschulischen Lernorten führte der Weg, wie zu Würth Industrie Services/IT für die Eingangsklasse sowie zu Müller Martini für die Berufsfachschüler. Dort erlebten sie Unternehmensvorstellungen, Werksbesichtigungen und Diskussionen zu aktuellen Themen.
Auch für die sinnstiftenden Fragen eines Neuanfangs nach dem Wozu oder Wofür gewannen die SchülerInnen Anstöße: In Andachten entwickelten die Klassen ihr bleibendes Motto, unter das ihr Weg in der Schule gestellt sein sollte. Die SchülerInnen der Eingangsklasse am TG/ITG beispielsweise erschlossen sich die Bedeutung von Künstlicher Intelligenz und derer Vor- und Nachteile. Die Berufsfachschüler definierten für sich Mutmachendes, wenn der Weg einmal schwer sein sollte.
Das gesamte Kollegium heißt die neuen Schüler herzlich willkommen und wünscht einen guten Start sowie einen erfolgreichen Schulweg.