Berichte

Erfolgreich durchs Ziel gerudert!

Erfolgreich durchs Ziel gerudert!

An der Gewerblichen Schule Bad Mergentheim wurden 68 Prüflinge ins Berufsleben entlassen.

Die knapp 70 Absolventen der Berufsschulabschlussprüfung erzielten mit 2,3 einen hervorragenden Gesamtdurchschnitt. Fast die Hälfte der Schülerinnen und Schüler erhielten für ihre Leistungen eine Auszeichnung. Insgesamt wurden 22 Preise und 9 Belobigungen für gute und hervorragende Leistungen übergeben. Leistungsbester wurde der Fachinformatiker Sebastian Schlachter aus Wertheim, der mit der Traumnote 1,1 bestand.

Nach den Anstrengungen der letzten Wochen gebe es etwas mehr Freizeit, aber „Lernen ist wie Ruder gegen den Strom, wenn man damit aufhört, treibt man zurück.“, so Schulleiterin Edeltraud Smolka in ihrer Ansprache. Sie betontein der gemeinsamen Feierstunde, dass die jungen Menschen nun das Ruder in der Hand hielten und selbst entscheiden, wohin sie  künftig paddeln möchten. Sie seien in den vergangen Jahren mit jedem einzelne Ruderschlag dem Abschluss ein Stück näher gekommen, aber sollten nun nicht aufhören zu rudern, denn nur wer gegen den Strom schwimme, komme irgendwann an der Quelle an. Gleichzeitig dankte sie allen „Steuermännern und –frauen“, die die Absolventen im Betrieb und in der Schule antrieben und motivierten.

Die Schulleiterin ermutigte die Absolventen, wieder an die Schule zu kommen, da diese auch interessante Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten biete. So ermöglichen Fach- und Meisterschulen eine weitere Spezialisierung. Unternehmen suchen händeringend Fachkräfte und die Berufsaussichten für Techniker und Meister sind hervorragend. Der Abschluss beinhaltet die Fachhochschulreife und berechtigt zum Studium an einer Fachhochschule bzw. als Meister auch an der Universität.

Edeltraud Smolka wünschte allen viel Erfolg für ihren weiteren Lebensweg, aber auch die noch anstehenden Prüfungsgespräche der IHK oder des Gesellenprüfungsausschusses.

Danach richtete der junge Fleischerprüfling Rico-Leon Müller einige Worte an alle Anwesenden. Er erinnerte daran, dass dieser Erfolg für die meisten vor drei Jahren nicht denkbar gewesen sei und dankte besonders seinen Klassenlehrerinnen. Die Lehrer und Lehrerinnen hätten einen zwar hin und wieder gequält, aber dennoch seien die vergangenen Berufsschuljahre eine sehr angenehme Zeit gewesen.                                                                   

Jedem das Seine – Besuch in Buchenwald

Jedem das Seine – Besuch in Buchenwald

In einem fachübergreifenden Unterricht der Fächer Religion, Deutsch, Geschichte und Gemeinschaftskunde beschäftigten sich die Schüler der Klassen 2BFM1, 2BFME und 1BFMI der Gewerbeschule Bad Mergentheim mit dem Nationalsozialismus. Im Rahmen dieses Themas besuchten sie die Gedenkstätte Buchenwald.

Der Spruch „Jedem das Seine“ ziert das Eingangstor von Buchenwald. Er ist der griechischen Philosophie entlehnt und spielt auch im römischen Recht eine bedeutsame Rolle. Er hört sich liberal und tolerant an. Die positiven Aspekte dieses Spruches galten aber nur den freien Griechen und später dann den römischen Bürgern. Beide Kulturen aber waren Sklavenkulturen. So reihte sich Nazideutschland mit diesem Spruch ein in die Sklavenkulturen der Griechen und der Römer.

Schüler der Gewerbeschule Bad Mergentheim mit den Lehrkräften Sandra Pauly, Philipp Pütz, Jürgen Tapparelli und Karl Gerlinger

Was dies nun konkret für die Häftlinge in den Konzentrationslagern des 3. Reiches bedeutete, das konnten die Schüler in Buchenwald erfahren. Die allermeisten Häftlinge dort waren ohne Prozess, ohne Gerichtsurteil, allein wegen ihrer politischen Gesinnung, ihrer Glaubensüberzeugung, ihrer Herkunft, ihrer Nationalität, ihrer Abstammung, ihrer sexuellen Orientierung, und aus anderen Gründen inhaftiert worden. Für die SS, die sämtliche Konzentrationslager verwaltete, war dies ein besonderes Geschäftsmodell, sie vermietete die Häftlinge an Firmen der Umgebung. In Buchenwald produzierte sie zudem noch im extra errichteten Gustloff-Werk II Gewehre und Teile für die V2.

Für die Häftlinge selbst war es ein absolut rechtsfreier Raum. Die selbsternannten Herrenmenschen, die Nationalsozialisten, konnten und haben sich auch als solche aufgeführt und gefoltert, gequält und gemordet. Von 1937-1945 haben etwa 56 000 Menschen in Buchenwald ihr Leben verloren.

Für die Schüler ermöglichte der Besuch in der Gedenkstätte Buchenwald durch Orginaldokumente und mittels einer Führung sich dem menschenverachtenden Terror der nationalsozialistischen Ideologie zu stellen. Es ist und es bleibt unbegreiflich, dass Menschen an anderen Menschen so unmenschlich handeln können. Und das auch noch an einem Ort, an dem Johann Wolfgang Goethe 130 Jahre zuvor die Schöpfung Gottes und die Freiheit genossen hat.

Ein Premiumfahrzeug mit Premiumausstattung für eine Premiumausbildung

Ein Premiumfahrzeug mit Premiumausstattung für eine Premiumausbildung

Die Gewerbliche Schule Bad Mergentheim erhielt ein Mercedes-Benz Coupé Typ C 300 im Wert von 75 000 €, sowie einen Spendenscheck über 10 000 € der Kfz-Innung Hohenlohe-Franken für ihre Kfz-Werkstatt.

Seit einigen Tagen steht das 245 PS starke Fahrzeug, das von Mercedes-Benz und dem Autohaus AMT gesponsert wurde, für die Ausbildung der angehenden KFZ-Mechatroniker zur Verfügung. Es ermöglicht das Erlernen bzw. den Umgang mit hochmoderner und innovativer Technik, wodurch die praktische Ausbildung an der Gewerblichen Schule noch weiter optimiert werden kann.

Bei strahlendem Sonnenschein wurde das Coupé von den beiden Geschäftsführende AMT-Gesellschafter, Reinhard Hynek und Ernst Eisenhauer, feierlich übergeben. Schulleiterin Edeltraud Smolka lobte in der Feierstunde, man hätte ein Premium-Fahrzeug mit Premium-Ausstattung für eine Premium-Ausbildung erhalten.

Für den Schulträger hatte es sich auch Landrat Reinhard Frank nicht nehmen lassen, der Übergabe beizuwohnen. „Was wir hier vorfinden, ist Stoff, der unsere Zukunft ist“, betonte Frank. Am Standort Bad Mergentheim werde eine exzellente Ausbildung ermöglicht und die Jugendlichen optimal auf die Herausforderungen der Zukunft vorbereitet. Er lobte das Engagement der Jugendlichen, die zusammen mit ihren Praxislehrern Gerhardt Kraft und Willy Kolb die Feier vorbereitet und die Bewirtung übernommen hatten.

Reinhard Hynek betonte, man sei froh als regionales Unternehmen der Schule ein so modernes Autos übergeben zu können. „Das Fahrzeug bildet das ab, was momentan technisch möglich als auch für den Straßenverkehr zugelassen ist“, erklärte Kfz-Meister Timo Waldecker.

Daneben überreichte Erwin Dürr von der Kfz-Innung Hohenlohe-Franken, stellvertretend für den Innungsobermeister Herr Biedermann, Schulleiterin Smolka einen Spendenscheck über 10 000 € für ein neues Testgerät zur Fahrzeug- und Abgasdiagnose, das in allen Jahrgangsstufen sowohl für die Ausbildung als auch Prüfung zum Einsatz kommen wird.

Im Anschluss wurde das Auto genauestens auf alle Raffinessen untersucht. So besitzt das Fahrzeug eine 360 Grad-Kamera, parkt automatisch ein, hat das neueste Assistenzsystem, öffnet und schließt mithilfe einer Gestensteuerung den Kofferraumdeckel, stellt den Fahrersitz automatisch ein und vieles mehr. Die Anwesenden zeigten sich beeindruckt. Die angehenden KFZ-Mechatroniker freuen sich bereits auf die nächsten Wochen, wenn es endlich an die Arbeit mit dem Premiumfahrzeug geht.

Link zum Artikel auf der Homepage www.kfz.betrieb.de

Preisverleihung auf der Innungsversammlung

KFZ-Innung ehrt Thomas Volk

Der Mergentheimer KFZ-Mechatroniker, Thomas Volk, wurde für seine Leistungen in der Gesellenprüfung geehrt. Darüber freuen wir uns und gratulieren von Herzen. Auf der KFZ-Innungsversammlung im Alten Spital in Öhringen fand die Preisverleihung statt. Von jeder ausbildenden Berufsschule des Innungsbezirkes wurde jeweils der Leistungsbeste ausgezeichnet.

(v.l.n.r) Innungsobermeister Rainer Biedermann und daneben Thomas Volk

Herr Volk war in Bad Mergentheim bereits Schüler der zweijährigen Berufsfachschule. Danach startete er seine Ausbildung beim Autohaus Hellinger und in der Berufsschule in Bad Mergentheim. „Vielleicht mache ich in fünf Jahren noch die Meisterschule“, so Volk. Wir wünschen ihm für die Zukunft alles Gute.

Nötiges Rüstzeug für erfolgreichen Berufsstart erhalten

Nötiges Rüstzeug für erfolgreichen Berufsstart erhalten

An der Gewerblichen Schule Bad Mergentheim wurden 120 Schülerinnen und Schüler ins Berufsleben entlassen.

In den letzten Wochen standen an der Gewerblichen Schule Bad Mergentheim  Abschlussprüfungen an. Das Büffeln der letzten Wochen hatte sich sichtlich gelohnt. Miteinem Gesamtschnitt von 2,4 erzielten die Prüflinge ein gutes Ergebnis. Prüfungsbester wurde der Mechatroniker Alexander Erle, der mit Traumnote bestand. 40% der Absolventen erhielten für gute und hervorragende Leistungen eine Auszeichnung.

Die Zeugnisübergabe fand durch die Klassenlehrer statt. Schulleiterin Edeltraud Smolka dankte in einer gemeinsamen Verabschiedung in der Aula allen für ihre herausragende Arbeit und beglückwünschte die jungen Menschen zu ihrem Erfolg. Mit dem Abschluss hätten sie sich selbst das größte Weihnachtsgeschenk gemacht. Sie verglich die Ausbildung und die Zeit, die nun vor den 120 Absolventen liegt, mit dem Bau einer großen Kathedrale. In 3,5 Jahren wurde sowohl Klassenzimmer als auch in den Ausbildungsbetrieben das Fundament gelegt, das es nun weiter auszubauen gilt.Die jungen Menschen sollen weiterhin für ihren Beruf brennen und ihn nicht nur als notwendige Pflichterfüllung und Möglichkeit zum Broterwerb sehen. Besonders wichtig sei es, eine tieferen Sinn in der Arbeit zu erkennen und zu wertvollen, denkenden und unersetzlichen Mitarbeitern zu werden. Des Weiteren lud sie alle ein wiederzukommen, um sich in Fach- und Meisterschulen weiter zu spezialisieren. „Wenn Sie irgendwann einmal merken, dass das Feuer in Ihnen zu erlöschen beginnt, so bietet Ihnen die Gewerbliche Schule neues Brennmaterial.“ Unternehmen suchen händeringend Fachkräfte und die Schule bietet hierzu ein optimales Fundament. So ermöglicht die Gewerbliche Schule Bad Mergentheim in Vollzeit die Weiterbildung zum „Staatlich geprüften Techniker für Datentechnik“ und in Teilzeit zum „Meister Metalltechnik“. Der Abschluss beinhaltet die Fachhochschulreife und berechtigt zum Studium an einer Fachhochschule bzw. als Meister an der Universität, aber ermöglicht in erster Linie eine Laufbahn im mittleren Management. Die Schule würde sich freuen, wenn bereits bekannte Gesichter den Weg wieder in die Seegartenstraße finden, um weiter an ihrem ganz persönlichen Monument zu bauen.

Am Ende wünschte Edeltraud Smolka allen frohe Weihnachtstage und nach dem Prüfungsstress der letzten Wochen reichlich Entspannung.

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